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24.05 - 17.54 Uhr
Edoardo-Mortara-Venturi-Santiago-Race

Edo Mortara jubelt über Platz 4 in Santiago: "Ein unglaubliches Ergebnis!"

Venturi-Pilot Edoardo Mortara erzielte in Santiago seine ersten Formel-E-Punkte seit dem Rom E-Prix im April 2018 - und damit auch die ersten Zähler für seinen Rennstall in der aktuellen Saison. Bei der Hitzeschlacht in der chilenischen Hauptstadt fuhr der Schweizer mit Platz 4 sein zweitbestes Ergebnis in der Elektroserie ein. Sein Teamkollege Felipe Massa hingegen schied nach einem Unfall aus.

Trotz Rekordtemperaturen von mehr als 37 Grad war die Ausgangssituation für das Venturi-Team bei der zweiten Auflage des Santiago E-Prix gut: Edoardo Mortara verpasste die Super-Pole nur knapp und nahm das Rennen von Platz 6 aus der dritten Startreihe auf. Felipe Massa stand drei Plätze weiter hinten.

Mortara startete gut und konnte sich sogar mit einem Überholmanöver gegen Stoffel Vandoorne um eine Positionen verbessern. Nach einem 360-Grad-Dreher verlor er zwei Positionen – er war in der Schikane von BMW-Pilot Alexander Sims angeschoben worden, wofür der BMW-Fahrer nachträglich bestraft werden sollte. Anschließend zeigte Mortara sowohl eine gute Pace als auch ein effizientes Energiemanagement und fuhr als Fünfter über die Ziellinie. Wegen der Strafe für Sims rückte Mortara nachträglich auf Platz 4 vor - das beste Ergebnis für Venturi in dieser Saison.

"Was für ein Wochenende für uns! Ich hatte das Gefühl, dass wir vom Freien Training an konkurrenzfähig waren, wir konnten es bis zum Rennen nur nicht richtig zeigen", sagt Mortara. "Ich habe mich im Auto sehr wohl gefühlt, das Rennen war aber sehr hart. Was für ein unglaubliches Ergebnis für das Team! Der vierte Platz ist ein riesiger Fortschritt nach den vielen Problemen, die wir in Diriyya und Marrakesch hatten. Ich glaube, wir haben heute gezeigt, dass es bei uns in die richtige Richtung geht. Es gibt noch viel zu tun, aber ich hoffe, dass wir in Mexiko erneut so viel Erfolg haben werden, wenn nicht sogar noch mehr!"

Massas bizarre Einschätzung seines Unfalls

Auch Felipe Massa startete gut ins Rennen und lag lange Zeit auf dem neunten Platz. In Runde 12 wurde der Brasilianer ausgangs der Zielkurve jedoch von Oliver Rowland im Nissan e.dams gegen die Mauer gedrängt. Mit gebrochener Radaufhängung musste er das Rennen anschließend aufgeben. "Natürlich war das kein großartiges Rennen für mich, da ich nicht in der Lage war, das Ziel zu erreichen. Ich habe wirklich das Gefühl, dass beide Autos in die Punkte hätten kommen können, wenn die Dinge anders gelaufen wären."

Massa weiter: "Die Atmosphäre hier an der Strecke war unglaublich, ich habe mich wie bei einem Heimrennen gefühlt. Ich wollte für das Publikum mein Bestes geben, daher bin ich sehr enttäuscht über die Zwischenfälle. Abgesehen davon bin ich mit den Fortschritten, die wir mit dem Auto gemacht haben, zufrieden und freue mich sehr für meinen Teamkollegen. Es ist ein großartiges Ergebnis für das Team!"

Seine Schilderung des Unfalls überrascht jedoch: "Obwohl es so aussah, als ob Vandoorne meinen Ausfall verursacht habe, passierte es bereits vor der Kurve, als Günther mich in die Mauer drängte. So hatte Rowland den Platz, um innen reinzustechen. Wir berührten uns am Kurvenausgang. Das hätte nicht passieren dürfen."

Weder die Fernsehbilder noch die Aufnahmen von Massas Onboard-Kamera können bestätigen, dass Günther Massa dabei tatsächlich in die Mauer gedrängt hat. Ganz klar ist nur: Vandoorne war in keinster Weise in die Kollision verwickelt. Der offiziellen Zeitnahme zufolge fuhr er zu diesem Zeitpunkt mehr als zwei Sekunden vor der Kampfgruppe Günther/Massa/Rowland.

Teamchefin Susie Wolff war voll des Lobes für ihren Piloten Mortara: "Wir freuen uns sehr über unsere ersten Punkte, Edo hat heute einen fantastischen Job abgeliefert. Das Resultat zeigt, dass wir gute Fortschritte machen. Es war ein actiongeladenes Rennen mit gemischten Gefühlen für uns nach dem Unfall von Felipe. Aber insgesamt war es ein sehr positives Ergebnis für das Team. Ich habe mich sehr gefreut, dass sich beide Piloten im Energiemanagement verbessert haben, auch unsere Pace war sehr ermutigend. Wir haben noch viel zu tun, aber dieses Rennen zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

Am 16. Februar startet der vierte Saisonlauf der Formel E in Mexiko-Stadt.

von Tobias Wirtz 

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