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Motorsport-Chef von Ford bekräftigt Interesse an der Formel E

Die Formel E stellt für Ford bei der Bewertung der eigenen Motorsport-Optionen auch weiterhin eine Alternative für die Zukunft dar. Der Leiter von Ford Perfomance Motorsports, Mark Rushbrook, sagt gegenüber 'Autosport.com', die Formel E befinde sich "noch immer auf dem Blatt Papier, das wir uns ansehen". Der Konzern erwägt seit Längerem ein Engagement im elektrifizierten Motorsport.

Hintergrund der Untersuchungen ist das im Jahr 2019 auslaufende Ford-Engagement im Sportwagenbereich mit dem Ford GT. Sowohl in der Langstrecken-Weltmeisterschaft als auch in der US-amerikanischen IMSA-Sportwagenserie endet der Werkseinsatz in elf Monaten. Die neue Hypercar-Prototypenklasse für die WEC kommt für Ford hingegen nicht in Frage.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Name Ford im Formel-E-Umfeld fällt: Bereits vor einem Jahr stand das Unternehmen kurz vor dem Einstieg. In der Firmenzentrale in Detroit führte man Gespräche mit der Formel E, auch Alejandro Agag gehörte zur Formel-E-Delegation. Es ist bekannt, dass sich der Spanier schon seit längerer Zeit einen US-amerikanischen Hersteller in der Formel E wünscht.

Die Formel E sei jedoch nicht das einzige Betätigungsfeld, das für Ford in Frage komme, so Rushbrook weiter: "Wir haben uns 2018 in allen Rennsportarten genau umgesehen, um die Möglichkeiten für elektrifizierten Motorsport zu verstehen, sowohl mit Hybrid- als auch mit Elektroantrieben. Angesichts unseres Fahrplans für Straßenfahrzeuge sind wir sehr daran interessiert, in naher Zukunft auch eine Art von elektrifizierten Motorsport zu betreiben. Wir prüfen weiterhin alle oder die meisten Optionen, und ich gehe davon aus, dass wir noch im Frühjahr eine Entscheidung treffen werden."

Debüt des Ford-Antriebs schon 2020?

Obwohl mit dem Einstieg von Porsche zur sechsten Saison eigentlich alle 24 Startplätze in der Formel E besetzt sind, beharrt Rushbrook darauf, dass es noch Platz für Ford gebe: "Es würde bedeuten, sich einem bestehenden Team anzuschließen, also mit jemandem zusammenzuarbeiten, der bereits heute in der Startaufstellung steht." Bereits vor einem Jahr führte Ford Gespräche über eine Kooperation mit Dragon Racing. Dies gilt auch weiterhin als wahrscheinlichste Option. Allerdings kursiert seit Kurzem sogar das Gerücht, Ford könnte einen anderen aktuellen Hersteller ersetzen...

Ein Einstieg in der kommenden Saison wäre allerdings höchstens als technischer Partner eines Teams möglich - ähnlich wie BMW bei Andretti in der vergangenen Saison. Die Frist zur Bewerbung um einen Platz als Konstrukteur für Saison 6 ist bereits im April 2018 abgelaufen. Und auch für Saison 7, die voraussichtlich im Dezember 2020 beginnt, hätte schon bis zum 1. Februar 2019 die Registrierung bei der FIA eingehen müssen.

Eine andere Option für Ford wäre die Rallycross-Weltmeisterschaft, die ebenfalls 2021 elektrisch werden soll, sofern sich zumindest drei willige Hersteller finden. Hier hätte Ford noch bis zum 29. März Zeit, um sich einzuschreiben. Wohin die Motorsport-Zukunft des US-Giganten führt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

von Tobias Wirtz 

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Kommentar von EffEll |

Mal sehen wie ernst sie es meinen.
Zwar ist Ford das amerikanische Zugpferd, was die (selbst bekanntgegebene) Investitionssumme zur Elektrifizierung der Flotte angeht, aber verglichen mit anderen Herstellern sind diese 11 Milliarden verhältnismäßig wenig.
Je länger sie warten, desto größer wird der Erfahrungsrückstand ausfallen. Warten wir es ab.

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