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Nach Venturi-Test: Brendon Hartley hat Formel E im Visier

Porsche-Werksfahrer Brendon Hartley hat die Formel E ins Visier genommen. Als einer von vier Fahrern nahm der Neuseeländer im August an einem Testtag von Formel-E-Rennstall Venturi teil, der im Vorfeld als eine Art Casting für die vierte Saison gehandelt worden war. Wie sich der amtierende Le-Mans-Sieger im direkten Vergleich mit den Konkurrenten schlug, ist nicht bekannt. Wohl aber, dass er offensichtlich Lust auf mehr bekommen hat.

"Die Formel E ist etwas, das ich mir auch genau anschaue", sagt Hartley gegenüber 'e-racing365' - im Hinterkopf die US-amerikanische IndyCar-Serie als zweite Option. "Noch ist nichts entschieden, aber ich hoffe, dass ich in ein paar Wochen schon mehr Gewissheit habe, wo es für mich hingeht." Möglicherweise entscheidet sich die Zukunft des 27-Jährigen bei einem weiteren Test mit Venturi, der noch in diesem Monat stattfinden soll.

Wie sein Markenkollege Neel Jani möchte auch Hartley am liebsten weiterhin für Porsche antreten: "Sie sind ein so großer Teil meiner Karriere und haben mir die riesige Gelegenheit gegeben, mich auf dem höchsten Level im globalen Motorsport zu präsentieren. Ich will ihnen nicht den Rücken kehren, so viel steht fest."

Wie Jani könnte auch Hartley vorerst bei einem Privatteam in der Formel E unterkommen, bei dem er einem Interessenkonflikt mit Porsche aus dem Weg ginge. Bis zum Werkseinstieg der Stuttgarter im Jahr 2019 könnte er wertvolle Erfahrungen sammeln und seine interne Position stärken, um zur sechsten Saison als Porsche-Werksfahrer weiterzumachen. Berichten zufolge könnte Hartley bei Venturi an der Seite von Maro Engel Platz finden, der plötzlich für ein weiteres Formel-E-Jahr gesetzt scheint.

Beim zurückliegenden Test in Südfrankreich soll Hartley eine Weile gebraucht haben, um sich im Formel-E-Auto zurechtzufinden. Auch soll er sich einen Ausritt mit dem Elektrorennwagen geleistet haben. All das ist aber freilich noch kein Ausschlusskriterium. Offenbar bekommt Hartley noch eine weitere Chance in diesem September.

Zuletzt ging Hartley 2012 im Rahmen der GP2 in einem Formelauto an den Start. Hinzu kamen vereinzelte Testläufe für Mercedes in der Formel 1. Hartley wäre nicht nur der nächste hochveranlagte Rennfahrer in der Formel E, sondern auch der nächste Pilot, der von der WEC in die Formel E wechselt.

Foto: Porsche Newsroom

von Timo Pape  

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