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Neuer Serienname: Schweizer Industriegigant ABB wird Titelsponsor der Formel E

Die Formel E hat einen neuen Titelsponsor. Wie die Elektroserie am Dienstag in London bekannt gab, wird der Schweizer Technologie-Gigant ABB die Rennserie ab sofort als globaler Titelsponsor begleiten. Der Deal gilt nicht nur als womöglich größter geschäftlicher Meilenstein in der noch jungen Geschichte der Serie, sondern sorgt auch für eine Namensänderung: Ab sofort heißt die Formel E mit vollem Namen "ABB FIA Formel E Meisterschaft".

Historisch ist die Nachricht insofern, dass die Formel E damit zur ersten FIA-Rennserie wird, die ein Titelsponsoring eingeht und sozusagen ihren Namen verkauft. Ein Report von 'Sky News' vom Sonntag legte bereits nahe, dass sich ABB die Partnerschaft mit der Formel E jährlich rund 12,5 Millionen Euro kosten lässt. Dies macht das Unternehmen zum wohl wichtigsten Partner der Formel E und wird die Serie finanziell weiter absichern.

Das Modell der Titelsponsoren vor dem Seriennamen ist vor allem in den USA geläufig. Dort sponsert Netzanbieter Verizon beispielsweise seit Jahren die "Verizon IndyCar Series". Auch die "Monster Energy NASCAR Cup Series",  die "Xfinity Series" oder die europäische "Blancpain GT Series" machen von dem Titelsponsoring Gebrauch. Die Formel E ist neben der IndyCar-Kategorie jedoch die einzige international bekannte Formelserie mit einem Titelsponsor.

Die Schweizer machen mobil

ABB verfügt über Kompetenzen in der Entwicklung von Elektrifizierungslösungen und hat als Marktführer die bisher größte Anzahl an Schnellladestationen für Elektroautos weltweit installiert. Damit ist das Unternehmen ein passender Industriepartner für die Formel E. Die Rennserie bietet eine Wettbewerbsplattform für die Entwicklung und Erprobung von elektromobilitätsrelevanten Elektrifizierungs- und Digitalisierungs-Technologien. Künftig wollen ABB und Formel E die Grenzen der Elektromobilität mit vereinten Kräften verschieben.

"Wir freuen uns sehr, künftig gemeinsam mit der Formel E die Zukunft der Elektromobilität zu gestalten", sagt Ulrich Spiesshofer, CEO von ABB, anlässlich der Vorstellung der Partnerschaft am Dienstagmittag in London. "Heute schließen sich zwei Pioniere zusammen. ABB und die Formel E passen perfekt zusammen. Beide sind Spitzenreiter, wenn es um die neuesten Technologien zur Elektrifizierung und Digitalisierung geht. Gemeinsam werden wir die nächste Phase dieser aufregenden Sportart gestalten und leistungsstarke Teams fördern. Und wir werden gemeinsam die Zukunft gestalten – mit jedem spannenden Rennen ein wenig mehr."

Alejandro Agag, Gründer und CEO von Formel E, fügt hinzu: "Dies ist ein historischer Tag für die Formel E. Ich freue mich, dass ABB ihre Erfahrung und Fachkompetenz in den Bereichen Elektrifizierung und digitale Technologien einbringen wird. Unsere beiden Unternehmen sind dafür bekannt, die Grenzen des Machbaren zu verschieben. Gemeinsam werden wir den Fans und Zuschauern der ABB FIA Formel E Meisterschaft rund um den Globus bahnbrechende Technologien vorstellen."

Als weltweit führender Anbieter von Elektromobilitätslösungen deckt ABB das gesamte Spektrum der Ladetechniken für Elektroautos sowie Elektro- und Hybridbusse ab und bietet zudem Lösungen für die Elektrifizierung von Schiffen und Bahnen. ABB stieg bereits 2010 in den Markt für Elektro-Ladestationen ein und hat seither ein rasch wachsendes Netz von weltweit mehr als 6.000 Schnelladestationen installiert. Aufbauend auf einer über 130-jährigen Tradition der Innovation gestaltet ABB heute die Zukunft der industriellen Digitalisierung und treibt die Energiewende und die Vierte Industrielle Revolution voran. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Ländern tätig und beschäftigt etwa 136.000 Mitarbeitende.

von Tobias Bluhm 

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