Pascal-Wehrlein-Helmet-Formel-E-2019

Wehrlein hadert nach Berlin E-Prix: "Weiß nicht, warum das so ein Auf und Ab ist"

Nach zuletzt guten Ergebnissen beim Formel-E-Rennen in Monaco hatte Mahindra Racing in Berlin erneut mit fehlender Pace des Autos und technischen Problemen zu kämpfen. Pascal Wehrlein rettete mit Platz 10 immerhin noch einen Punkt für das indische Team. Teamkollege Jerome d'Ambrosio beendete das Rennen nach Problemen mit dem Brake-by-Wire-System als 17. Deutlich zu wenig für die Ansprüche des Rennstalls.

Der deutsche Wehrlein qualifizierte sich als Elfter für sein Heimrennen auf dem Tempelhofer Flughafengelände. Beim Start konnte er zunächst Plätze gutmachen, unter anderem auch bedingt durch den schlechten Start von Teamkollege d'Ambrosio.

Im Verlauf des Rennens konnte der DTM-Meister von 2015 mit dem vor ihm fahrenden Gary Paffett und Jean-Eric Vergne mithalten. Kurz vor Rennhalbzeit aktivierte Vergne seinen ersten Attack-Mode und verlor zunächst seine Position gegen Wehrlein und Paffett. Der Franzose konnte diese aber mit einem cleveren Move am Ausgang von Kurve 6 sofort zurückerobern. Durch dieses Manöver verlor Wehrlein Zeit beim Anbremsen in Kurve 7 hinein.

Oliver Rowland im Nissan, der zu dem Zeitpunkt hinter Wehrlein war, sah seine Chance, quetschte sich innen am Deutschen vorbei und drückte ihn in die Mauer. Wehrlein verlor dadurch drei Positionen und fiel auf Position 12 zurück. Bis zum Rennende kämpfte er sich auf Platz 10 zurück und nahm damit einen Punkt mit nach Hause.

"Die Trainings liefen schon nicht gut", sagte Pascal Wehrlein nach dem Rennen gegenüber 'e-Formel.de'. "Einmal waren wir auf den hintersten Plätzen, und im zweiten Training waren wir auch nicht gut. Schwierig zu sagen, warum das dieses Jahr so ein Auf und Ab bei uns ist. In manchen Rennen können wir voll vorne mitfahren, und dann gibt es Rennen, in denen gar nichts geht. Man merkt am Wochenende schnell, ob es passt oder nicht, und dieses Wochenende haben wir uns von Anfang an schwergetan."

D'Ambrosio mit Schaden am Brake-by-Wire-System

Noch schlechter lief es bei Teamkollege Jerome d'Ambrosio. Mit einer guten Runde im Qualifying ging der Belgier von Startplatz 10 ins Rennen. Er verlor am Start bereits drei Plätze und im Laufe der ersten Runde noch zwei weitere. Damit sortiere sich der ehemalige Dragon-Pilot nach einer Runde auf Position 15 ein.

"Das Qualifying war gut, aber beim Rennstart ist das Brake-by-Wire-System kaputt gegangen", erklärt uns der 33-Jährige am Mikrofon. "Dadurch hatte ich das ganze Rennen keine Bremsbalance, habe Zeit beim Anbremsen verloren und konnte nicht rekuperieren. So habe ich viel Energie verloren. Das hat das Rennen kaputt gemacht, bevor es wirklich angefangen hat."

Weiter nach vorn ging es für ihn auch mit dem Attack-Mode nicht, den er nach etwa 15 Minuten zur Verteidigung gegen Andre Lotterer und in der Schlussphase nach der Full-Course-Yellow-Phase einsetzte.

Beide Mahindra-Fahrer sind damit auf denselben Positionen ins Ziel gekommen wie vor etwa einem Monat beim Paris-E-Prix. D'Ambrosio, der zur Saisonhälfte noch Gesamtführender der Fahrerwertung war, ist inzwischen auf Position 8 zurückgefallen. Pascal Wehrlein liegt auf Position 12. Beim Swiss E-Prix am 22. Juni in Bern haben die beiden die nächste Chance, zurück in die Spur zu finden.

Foto: Lou Johnson / Spacesuit Media

von Svenja König 

Zurück

Einen Kommentar schreiben

NEUESTE NACHRICHTEN

Gary-Paffett-HWA-Garage

Neue Formel-E-Regeln für Saison 6: Mehr Attack-Mode-Power & Punkte für Bestzeit in Quali-Gruppen

Mit dem Start in die Formel-E-Saison 2019/20 ändert sich jede Menge in der Formel E. Im Rahmen eines Treffens des FIA-Welt-Motorsport-Rates (WMSC) am Freitag in Paris wurde, neben dem neuen Rennkalender, auch ...
von Tobias Bluhm
Formula-E-Cars-Berlin

Schweiz-Rennen raus! Formel E veröffentlicht provisorischen Rennkalender für Saison 6

Die Formel E hat den Rennkalender für die Saison 2019/20 veröffentlicht. Die Termine - wenngleich noch nicht alle feststehen - wurden am Freitag bei einer Sitzung des FIA-Welt-Motorsport-Rates (WMSC) in Paris beschlossen. ...
von Tobias Wirtz
Sebastien_Buemi_Nissan_edams_Berlin-race-blur

Medienbericht: Doppelmotor-Verbot! Nissan muss noch 2019 umbauen

Nach wochenlangen kontroversen Diskussionen über Doppelmotor-Antriebe in der Formel E sollen nun beim heutigen Meeting des FIA-Weltmotorsportrates in Paris (Freitag) "Nägel mit Köpfen" gemacht werden. Einem Bericht von 'e-racing365' zufolge ...
von Tobias Wirtz
Felipe-Massa-Venturi-Car-from-above-Rome

Formel E: Venturi ab Saison 6 mit Mercedes-Motoren?

Das monegassische Formel-E-Team Venturi könnte in der kommenden Saison 2019/20 mit Antriebssträngen des neuen deutschen Herstellers Mercedes antreten. Der mögliche Antriebswechsel, der bereits seit Monaten als Gerücht im Fahrerlager kursiert, ...
von Timo Pape