Nelson-Piquet-jr-Interview

Nelson Piquet jr.: "Müssen uns in allen Bereichen steigern"

Nachdem Panasonic Jaguar Racing in seiner ersten Saison (2016/17) mit nur 27 Punkten den letzten Platz der Teamwertung belegte, sammelte der britische Rennstall in der abgelaufenen Saison bereits stolze 119 Zähler und schaffte es auf Rang 6 von 10 im Gesamtstand. Trotz der Leistungssteigerung üben die Piloten jedoch weiter Druck auf das Team aus: Die Ergebnisse müssen besser, das Auto effizienter werden.

"Wir hatten einen guten Start in das Jahr, aber danach war es leider absolut nicht die Saison, die wir erwartet hatten", rechnet Stammfahrer Nelson Piquet jr. bei 'Autosport' ab. Sein Teamkollege Mitch Evans, der ebenso wie Piquet für ein weiteres Jahr beim Team unterschrieben hat, erzielte beim zweiten Saisonrennen in Hongkong den ersten Podiumsplatz des Teams. In Zürich folgte zudem eine erste Pole-Position.

"Als Team müssen wir uns in allen Bereichen steigern, angefangen mit der Strategie. Wir brauchen auch eine bessere Effizienz - wobei es bei uns wahrscheinlich noch nicht einmal die Effizienz an sich ist, sondern etwas, was die anderen Teams besser machen als wir", analysiert Piquet weiter. "Man muss nur Techeetah mit Renault (e.dams) vergleichen. Renault ist ein sehr gutes Team, aber es gibt irgendetwas, das Techeetah herausgefunden hat, was sie schneller macht."

Piquet jr. sammelte in den ersten fünf Saisonrennen 45 Punkte. In der zweiten Saisonhälfte kam der Brasilianer jedoch gerade einmal auf sechs Zähler. Innerhalb von sechs Rennen fiel er fünfmal aus - bei zwei Rennen aufgrund von nicht geschlossenen Gurten bei seinem Boxenstopp.

"In der Saisonpause müssen wir hart arbeiten, denn jeder kleine Fehler wird uns Punkte kosten. Das können wir uns nicht erlauben. Natürlich verändert das neue Regelwerk vor der neuen Saison einige Dinge, aber die Reifen und Pace sind ziemlich ähnlich. Ich denke nicht, dass das Reglement den Stand der Dinge auf den Kopf stellt."

Piquet jr. schließt seinen Gedanken pragmatisch ab: "In anderen Worten: Wir müssen härter arbeiten. Natürlich leisten unsere Jungs in den Werken gute Arbeit, aber wenn wir ein Spitzenteam werden wollen, müssen wir noch härter arbeiten."

von Tobias Bluhm 

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