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Postkarte aus Marrakesch: Die Paddock-Themen vom Formel-E-Freitag

Auftakt in das Motorsportjahr 2019: Mit dem Marrakesch E-Prix startet die Formel E am Samstag in ihr zweites Saisonrennen. Noch immer sind viele Fragen offen: Kann DS zum Gegenschlag gegen das in Diriyya siegreiche BMW-Team ausholen? Wie steht es um den amtierenden Team-Meister Audi? Und was kann Formel-E-Neuling Pascal Wehrlein in seinem ersten Rennen für Mahindra ausrichten?

Unsere e-Formel.de Redakteure Tobias Wirtz und Tobias Bluhm sind an diesem Wochenende für dich in Marokko. Zwar haben sie noch nicht die Antworten auf die oben gestellten Fragen, deren Antworten wir erst nach dem Rennen erfahren werden. Trotzdem haben sie die Augen und Ohren für dich offen gehalten und einige interessante Dinge erfahren.

Die interessantesten Erkenntnisse vom Formel-E-Freitag

>>>  Die Formel E begrüßt am Wochenende mehrere prominente Gäste in Marrakesch. Neben Eliseo Salazar, der im Auftrag eines chilenischen Fernsehsenders an der Strecke ist, ließ sich auch Ex-McLaren-Formel-1-Boss Eric Boullier im Fahrerlager blicken. Nick Heidfeld ist in seiner Rolle als Reservefahrer für Mahindra ebenfalls in Marokko. Er wird Pascal Wehrlein bei den teaminternen Abläufen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

>>>  Ebenfalls im Fahrerlager anzutreffen war der Brasilianer Felipe Nasr. Wenngleich eine offizielle Bestätigung unserer Meldung vom Montag seitens Dragon noch aussteht, verriet uns Stammfahrer Maximilian Günther, dass Nasr am Sonntag im Rahmen des Rookie-Tests für den US-Rennstall fahren wird.

>>>  Nach der Streckenbegehung fielen die Rückmeldungen der Fahrer über die drei Meter breite Attack-Zone deutlich positiver aus als zuletzt in Diriyya. Mehreren Fahrern zufolge wird der Zeitverlust für eine Aktivierung zwischen 0,7 und 1,0 Sekunden liegen. Trotz der hohen Kurvengeschwindigkeit in Kurve 3 scheint ein geringeres Griplevel aufgrund von Reifenabrieb aber kein Problem zu werden.

>>>  Formel-E-Champion Jean-Eric Vergne hat sich in der Weihnachtspause die Kopfhaare abrasiert. Der Franzose versteckte seinen neuen Look zwar beim Trackwalk noch unter einer Mütze, zeigte sich später bei den Interviews aber mit einer Glatze.

>>>  Sergey Sirotkin fühlt sich gut auf seinen ersten Formel-E-Test mit Mahindra vorbereitet. Laut Eigenaussage testete er bereits 2015 ein Formel-E-Auto, hat aber "außer dem Klang und dem Fakt, dass es ein regnerischer Tag in Sizilien war", keine großen Erinnerungen an seine Testfahrt.

>>>  Für Mahindra-Marketing-Chef Jim Wright war der Diriyya E-Prix indes das letzte Rennen mit dem Team. Der Brite, der seit Januar 2017 bei Mahindra war und zwischenzeitlich den Vorsitz des Formel-E-Team-Verbands innehatte, verließ die Inder nach dem Saisonauftakt in Richtung Jaguar.

>>>  Anders als zuletzt in Diriyya erwarten die Fahrer kein "Vollgas-Rennen". Es sei denn, ein Safety-Car oder eine Full-Course-Yellow-Phase unterbricht den E-Prix. Der Rekuperation wird damit erneut eine größere Bedeutung zuteil.

>>>  Audi hat in dieser Saison größere "Pit Boards" an die Strecke gebracht. Sollte der Boxenfunk ausfallen, kann das Team dank umfangreicherer Tafeln nun auch vergleichsweise komplexe Botschaften wie "SOC" (State of Charge = Ladezustand), oder "FAN" (FANBOOST) an die Fahrer vermitteln. Übrigens: Auch eine Tafel mit dem Wort "CODE" gibt es - Erinnerungen an New York 2018 werden wach...

>>>  Die FIA hat für den Marrakesch E-Prix eine Neuerung an den Überrollbügeln vorgestellt. Die Fahrerkürzel werden fortan nicht mehr am Bügel selbst, sondern an zwei kleinen Tafeln an der Seite des Bügels zu erkennen sein. Den Teams eröffnet sich damit eine neue Möglichkeit für die Platzierung von Sponsoren. Die optische Ästhetik sei mal dahingestellt...

Zusätzliche Berichterstattung von Tobias Wirtz und Michael Zeitler

Foto: Lou Johnson / Spacesuit Media

von Tobias Bluhm 

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Kommentar von Chri |

Ich freue mich auf eine spannende Saison und eure TOP Berichterstattung mit messerscharfen Analysen

Kommentar von Timo |

Danke! Wir freuen uns auch! :)

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