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Regeländerungen Saison 4: Mehr Leistung, mehr Testtage, mehr Racing

Auf dem Weg zu umfangreichen Änderungen im Formel-E-Regelwerk ab 2018 passte die FIA am Montag mehrere Artikel im Sportlichen Reglement der Elektroserie für Saison vier an. Neben aufregenden neuen Schauplätzen im Rennkalender dürfen sich die Fans der einzigen vollelektrischen Rennserie der Welt ab Dezember auf mehr Leistung im Rennen, mehr Testtage und noch besseres Racing freuen.

So nähert sich die Formel E beispielsweise der Motorenleistung der zu erwartenden Technologie-Revolution in Saison fünf an. Ab Saison vier stehen den Fahrern im Rennen statt den bisherigen 170 kW ganze 180 kW Leistung im zur Verfügung - so viel wie aktuell mit FanBoost. Demnach müsste auch noch das Regelwerk für den Zusatzschub angepasst werden. Im Qualifying gibt der Motor wie gehabt 200 kW an die Hinterachse ab, die maximale Rekuperation wird allerdings planmäßig von 150 kW auf 200 kW erhöht. Im neuen Formel-E-Jahr wird dem Temperaturmanagement damit eine noch größere Rolle zuteil.

Ferner kündigte die Serie an, dass es bei Doppel-ePrix (wie zuletzt in Berlin) künftig nur noch eine Trainingssession am Sonntag geben wird, die möglicherweise etwas später (etwa um 9:30 Uhr) starten könnte als das reguläre 1. Freie Training um 8:00 Uhr. Bislang standen den Teams auch am zweiten Tag des Events die gewohnten zwei Sitzungen zu. Wann genau das einzige Training stattfinden wird, bleibt vorerst abzuwarten.

Das generelle Test-Reglement wird hingegen etwas gelockert: Statt drei Filmtagen stehen den Teams ab sofort sechs "Promotion-Events", wie sie im Regelbuch genannt werden, zu. Drei dieser sechs Tage dürfen dabei auf Rundkursen stattfinden, um Formel-E-Auftritte bei Roadshows, wie etwa den "E-Mobility Play Days", zu fördern.

Darüber hinaus planen die Organisatoren der Rennserie die Wiedereinführung von In-Season-Testfahrten - offenbar auf Drängen der Teams hin. Zuletzt hatten sie in Punta del Este 2015 die Möglichkeit eines derartigen Testtags nach dem ePrix. Während der Saison sollen insgesamt zwei Testtage angeboten werden, wobei an einem der beiden Tage ausschließlich Rookies ins Cockpit steigen dürfen - eine Art "Young-Drivers'-Test" also. So soll der Nachwuchs in der Elektroserie gefördert werden. Die favorisierten Austragungsorte scheinen Marrakesch oder Mexiko-Stadt zu sein.

In Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Rennkalenders sind die Regeländerungen nur ein kleines Appetithäppchen für die neue Saison. Bereits im Oktober werden wir die neuen Formel-E-Fahrzeuge bei den offiziellen Pre-Season-Testfahrten in Valencia erstmals auf der Strecke sehen. Bis dahin erproben die Teams ihre Fahrzeuge hinter verschlossenen Türen. Die Saison 2017/18 gilt als letzter Evolutionsschritt der ersten Fahrzeuggeneration, bevor die mit Spannung erwartete Technik-Revolution in Saison fünf ansteht.

von Tobias Bluhm 

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