DS-Virgin-Pitlane

Saison 5: DS trennt sich von Virgin, um eigenes Team zu werden

Der französische Automobilhersteller DS Performance, Tochtermarke der PSA-Gruppe, will sich zur fünften Saison (2018/19) von Virgin Racing trennen, um mit einem eigenen Hersteller-Team in der Formel E anzutreten. Dieses Bestreben verkündete DS-Performance-Chef Xavier Mestelan Pinon Mitte der Woche. Eine Bestätigung der FIA soll in den kommenden Wochen folgen. Bislang - seit Beginn der zweiten Saison - baut DS den Antriebsstrang für Virgin, besitzt aber keine eigene Herstellerlizenz.

"Für Saison fünf haben wir die Entscheidung getroffen, uns als offizieller Hersteller für die Formel E zu bewerben", sagt Mestelan Pinon gegenüber 'Autosport'. Als Hauptgrund gibt er an, dass DS oftmals die Hände gebunden seien, obwohl eigentlich die Franzosen in der Technischen Arbeitsgruppe der Formel E sind, nicht Virgin. Das britische Team von Richard Branson hat seine Lizenz allerdings noch bis 2018/19 inne.

"Für uns wird es einen großen Unterschied machen, weil wir derzeit keinerlei Entscheidungen allein treffen können - unser Partner Virgin entscheidet", erklärt Mestelan Pinon. Um die eigene Marke besser auf der Weltbühne Formel E positionieren zu können, will DS die volle Kontrolle in der Elektroserie. "Dass wir künftig ein eigener Hersteller werden, unterstreicht unseren Glauben an die Formel E und an ihr Wachstum", so der Performance-Chef.

Neuer Antrieb nach Mexiko fertig

Parallel arbeitet DS Performance gemeinsam mit Virgin Racing am neuen Antrieb für Saison vier, die im Spätherbst dieses Jahres anrollen soll. Erste Streckentests seien bereits absolviert worden. In der Woche nach dem Mexico City ePrix (1. April) soll das Antriebsdesign endgültig fertiggestellt werden.

Wegen der jüngsten internen Entwicklungen verlagert DS den Fokus bereits auf die übernächste Formel-E-Saison: "Wir planen aktuell, mehr Zeit mit der fünften Saison zu verbringen als mit der vierten Saison", gesteht Mestelan Pinon. Dass der Gemeinschaftsantrieb der nächsten Saison darunter leidet, glaubt der Franzose indes nicht: "Für unsere Kapazitäten ist es möglich, an der vierten und fünften Saison gleichzeitig zu arbeiten, was sehr wichtig sein wird." Die "Hersteller-Explosion" in der Formel E geht demnach weiter.

von Timo Pape 

Zurück

Einen Kommentar schreiben

NEUESTE NACHRICHTEN

andreas_seidl_teamchef_porsche_wec_fuji_2016

Porsche erwägt vorzeitigen Formel-E-Einstieg über Teampartnerschaft

Seit Ende Juli wissen wir, dass Porsche zur sechsten Saison, also Ende 2019, als Werksteam in die Formel E einsteigen wird. Zwar sind bis dahin noch mehr als zwei Jahre ...
von Timo Pape
Andre-Lotterer-Techeetah-Formula-E-Valencia

Andre Lotterer: "Pace und richtige Kurvenanfahrt relativ schnell gefunden"

Mit der neuen Saison 2017/18 beginnt am 2. Dezember in Hongkong auch für einige verdiente Rennfahrer die Formel-E-Karriere - unter ihnen auch ein Deutscher. Andre Lotterer startet in Saison vier ...
von Timo Pape
Formula-E-Track-Santiago-de-Chile-Layout.jpg

Formel-E-Launch in Santiago de Chile: Rennstrecke enthüllt

Im Rahmen eines groß angelegten Launch-Events am O'Higgins Park der chilenischen Hauptstadt Santiago hat die Formel E am Donnerstag das neue Streckenlayout für den Premieren-ePrix am 3. Februar 2018 enthüllt. ...
von Timo Pape
Formula-E-Chassis-Garage-di-Grassi-Audi-e-tron

Dieter Gass: VW-Markenstrategie zwischen Audi & Porsche "lebenswichtig"

Zu Beginn der Saison 2019/20 werden vier deutsche Teams in der Formel E vertreten sein. Neben der Mannschaft von Audi Sport ABT Schaeffler (seit 2014 Teil der Formel E) und ...
von Timo Pape