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Schwarzer Formel-E-Tag für Porsche in Santiago: Lotterer & Jani früh verunfallt

Nach dem Podiumsergebnis durch Andre Lotterer beim Saisonauftakt hat das neue Formel-E-Team Porsche in Santiago de Chile einen schwarzen Tag erwischt: Neel Jani musste das Rennen bereits nach wenigen Runden beenden, Teamkollege Lotterer kam als 22. über die Ziellinie, wurde allerdings nachträglich noch disqualifiziert…

Lotterer war vom 14. Platz ins Rennen gegangen und geriet schon nach wenigen Runden mit BMW-Pilot Alexander Sims aneinander. Im Zweikampf zog er sich einen Schaden an seinem Porsche 99X Electric zu und musste daraufhin für Reparaturarbeiten an die Box kommen. Zwar konnte der Deutsche den E-Prix fortsetzen, um wertvolle Kilometer für Neuling Porsche zu sammeln, und beendete das Rennen auf Rang 22. Nachträglich wurde er jedoch wegen Überschreitens der maximal zur Verfügung stehenden Energiemenge disqualifiziert.

"Unglücklicherweise war das Rennen für Neel und mich nach Kollisionen schon frühzeitig beendet", erklärt Lotterer. "Leider gehört das in der Formel E manchmal dazu. Wenn man von Startplatz 14 aus ins Rennen geht, kann es im Mittelfeld zu einem ziemlichen Durcheinander kommen." Es sei dennoch wichtig gewesen, das Fahrzeug zu reparieren und noch einmal auf die Strecke zu gehen, auch wenn Lotterer nur auf 28 von 40 Runden kam. "Dadurch konnten wir weitere Kilometer sammeln und dazulernen, um beim nächsten Rennen erneut einen Schritt nach vorne zu machen."

Neel Jani: "Hatten das Potenzial, um in die Punkte zu fahren"

Nicht viel besser lief es für Teamkollege Jani. Von Startplatz 12 aus ins Rennen gegangen, war der Schweizer schon in der ersten Runde unverschuldet in einen Rennunfall - ebenfalls mit Alex Sims - verwickelt, in dessen Folge auch er an die Box kommen musste. Zwar fuhr Jani wie Lotterer noch einmal auf den 2,287 Kilometer langen Straßenkurs heraus, doch der Schaden an seinem Fahrzeug war zu groß, um weiterzufahren. Somit musste er das Rennen frühzeitig beenden.

"Am Ende der ersten Runde wurde ich beim Einlenken von einem anderen Fahrzeug getroffen und in das Auto neben mir gedrängt. Dabei brach am Fahrzeug die vordere Aufhängung", erinnert sich Jani. "Trotz des Resultats bin ich weiterhin positiv gestimmt. Wir hatten auf jeden Fall das Potenzial, um in die Punkte zu fahren. Ich habe die Super-Pole lediglich um 0,15 Sekunden verpasst. Darauf wollen wir in Mexiko aufbauen. Wenn wir bis zum nächsten Rennen weiter hart arbeiten, sollten wir erneut gute Chancen haben vorne mit dabei zu sein."

Lindesay: "Es war ein unglücklicher Tag für uns"

Amiel Lindesay, Einsatzleiter Formel E bei Porsche, ergänzt: "Es war eines dieser schwierigen Formel-E-Rennen mit einigen Zwischenfällen. Leider wurden auch unsere beiden Fahrzeuge in der Anfangsphase so stark beschädigt, dass wir zunächst stoppen mussten. Dank der tollen Arbeit der Mechaniker konnte Andre das Rennen wieder aufnehmen. Es war ein unglücklicher Tag für uns. Allerdings gehören solche Momente zum Motorsport dazu. Trotz des Resultats konnten wir auch positive Dinge mitnehmen, denn die Pace war da. In Mexiko werden wir erneut angreifen."

In der Fahrerwertung liegt Andre Lotterer nach der Nullnummer von Santiago auf Platz 9. Neel Jani ist weiterhin punktlos und rangiert aktuell auf dem 23. Platz. In der Teamwertung belegt Porsche nach drei von 14 Rennen den neunten Gesamtrang. Der vierte Lauf der Formel-E-Saison 2019/20 steigt am 15. Februar 2020 in Mexiko-Stadt.

Foto: Peter Minnig / Spacesuit Media

von Timo Pape  

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