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So lief das Formel-E-Finale bei Eurosport & ZDF - Zuschauerschnitt in Saison 4 gesunken

Eurosport hat die vierte Formel-E-Saison auf einem Hoch beendet: 182.000 TV-Zuschauer in der Spitze und 117.000 im Durchschnitt bescherten dem Sonntagsrennen von New York die besten Einschaltquoten des Meisterschaftsjahres 2017/18. Nichtsdestotrotz schloss Eurosport die Saison mit einem Zuschauer-Minus von 19 Prozent pro Durchschnittsrennen im Vergleich zum Vorjahr ab. Beim ZDF kamen durch einen Live-Stream sowie eine Zusammenfassung am Sonntag rund 1,175 Millionen Menschen mit der Formel E in Kontakt.

"Das letzte Rennen holte zum Abschluss mit 0,12 Millionen Zuschauen und einer Spitzenreichweite von 0,18 Millionen Zuschauern die höchste Durchschnittsreichweite der Saison bei Eurosport 1", erklärt ein Discovery-Sprecher gegenüber 'e-Formel.de'. Der Formel-E-Lauf am Samstag hingegen erreichte im Schnitt nur 71.000 Fans, in der Spitze waren es 134.000. Bei den Marktanteilen bewegte sich Eurosport das ganze Rennwochenende unterhalb von einem Prozent, selbst in der definierten Zielgruppe (männlich, 20-59 Jahre). Am Samstag waren es im gesamten Markt gar nur 0,3 Prozent - beinahe Negativrekord (0,2).

Auch die Gesamtbilanz der vierten Formel-E-Saison lässt zu wünschen übrig, denn die Übertragungen 2017/18 erreichten im Durchschnitt nur 85.000 Zuschauer pro Rennen - ganze 19 Prozent weniger als in Saison 3 (105.000). Selbst das zweite Meisterschaftsjahr der Elektroserie 2015/16 war stärker (92.000). Auch die Marktanteile sind in der vergangenen Saison weiter abgefallen: Nach 0,8 Prozent in Saison 2 und 0,7 Prozent in Saison 3 erreichte Eurosport im vergangenen Jahr durchschnittlich nur noch 0,6 Prozent der Gesamtzuschauer. In der definierten Zielgruppe ist ein noch stärkerer Rückgang zu vermelden: von 1,5 über 1,3 zu nun 0,9 Prozent.

Der Zürich E-Prix findet in unserer Analyse keine Beachtung, da Discovery das Rennen auf den Pay-TV-Sender Eurosport 2 verschob, für den wir leider keine Zahlen bekommen haben. Diese hätten sich allerdings auch keinesfalls positiv auf die Bilanz ausgewirkt. Nachdem in den beiden Vorjahren einzelne Rennen auf DMAX gezeigt worden waren, blieb Zürich in Saison 4 übrigens der einzige Senderwechsel seitens Discovery.

ZDF überraschend nur mit einem Live-Stream

Für den New York E-Prix hatte sich auch das ZDF die Live-Rechte an der Formel E sublizensieren lassen. Geplant waren je ein Live-Stream am Samstag und Sonntag, um sich erstmals vorsichtig dem Thema Elektrorennsport zu nähern. Kurz vor Rennstart am Samstag entfernte der Sender allerdings überraschend den Live-Stream-Artikel von seiner Website. Grund für die Absage war der Sieg von Angelique Kerber beim Tennis-Turnier in Wimbledon, der eine ausgedehnte Berichterstattung nach sich zog.

"Aris Donzelli war am Samstag (…) als Live-Reporter der ZDF-Übertragungen aus Wimbledon im Einsatz", sagt ein ZDF-Sprecher gegenüber 'e-Formel.de'. "Aufgrund der erst kurzfristig möglich gewordenen mehrstündigen Live-Übertragung aus Wimbledon am Samstag (…) plus der 'ZDF SPORTextra'-Sendung am Sonntag (…) sowie der Live-Übertragung des Fußball-WM-Finales aus Russland (…) stand ein prallgefülltes Sport-Angebot auf dem ZDF-Programm, das am Sonntagabend noch mit dem Live-Stream des letzten Saisonrennens der Formel E veredelt wurde", so die offizielle Aussage auf unsere Frage, warum man nicht trotzdem hätte streamen können. Der entscheidende Faktor war wohl Kommentator Aris Donzelli, für den das ZDF offenbar keinen kurzfristigen Ersatz finden konnte.

Beachtung fand die Formel E jedoch auch im TV-Programm des ZDF, wenngleich nicht live: In der "ZDF SPORTextra"-Sendung am Sonntag, dem 15. Juli, berichtete der öffentlich-rechtliche Sender über das Rennen vom Samstagabend. "Die Zusammenfassung des Formel-E-Rennens vom Samstag sahen (…) 1,17 Millionen Zuschauer, bei einem Marktanteil von 9,8 Prozent", erklärt der Sprecher. Keine schlechten Zahlen für einen Zusammenschnitt.

Der Live-Stream zum Finale am Sonntag konnte da natürlich nicht ganz mithalten: "Vom letzten Saisonrennen der Formel E berichtete 'ZDF SPORTextra' dann am selben Tag abends ab 21:00 Uhr, kommentiert von Aris Donzelli. Insgesamt gab es 5.798 Sichtungen des Live-Streams."

Unter dem Strich war es mit Blick auf die deutsche TV-Übertragung der Formel E eine durchwachsene vierte Saison. Eurosport blieb trotz ausgeweiteter Berichterstattung und vieler Wiederholungen hinter den Live-Quoten der beiden Vorjahre zurück. Gleichzeitig wagten sich aber auch die öffentlich-rechtlichen Sender erstmals an die neue E-Serie heran.

Die ARD zeigte den Berlin E-Prix am 19. Mai live und erreichte eine Formel-E-Rekordquote von 1,46 Millionen Zuschauern bei einem Marktanteil von 20,2 Prozent. Das ZDF gab sich nach verschiedenen Überlegungen letztlich mit Live-Streams zufrieden, von denen am Ende jedoch nur einer zustande kam. Trotzdem haben beide Sendeanstalten die Formel E einer breiteren Zuschauermasse zugänglich gemacht. Es gibt weiterhin viel Luft nach oben für die Formel E im deutschen Fernsehen.

Alle TV-Quoten & Zahlen im Überblick

von Timo Pape 

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Kommentar von EffEll |

Die Übertragung des Finales auf Eurosport war eine Katastrophe. Ich weiß nicht, ob es bei der Übertragung eine eigene Regie gibt. Ich kann es mir kaum vorstellen oder die haben alle geschlafen. Beim ersten Rennen waren die Kommentatoren extrem laut und Strecken- und Fahrzeuggeräusche nahe nicht vorhanden. Man hörte lediglich den Kommentar. Als bei der Zieldurchfahrt Vergne über seinen Titel jubelte und Glückwünsche empfing, merkte man erst, dass die FX nicht hörbar waren. Das Symbol des Boxenfunk wurde eingeblendet, aber man hörte nichts, da zu leise. Erst dann bemerkte man den Fauxpas und regelte die Streckengeräusche inklusive Boxenfunk auf ein hörbares Niveau. Nach Zieldurchfahrt!! Das Rennen war zu ende und endlich bekam man auch etwas vom Drumherum mit. So was darf nicht sein!
Zudem ist der Kommentator kein Simultanübersetzer. Er versucht es dennoch. Oft passt es inhaltlich nicht mal annähernd zum Gesagten. Wieso lässt er nicht erst sprechen, so dass auch diejenigen etwas hören, die Englisch beherrschen und klärt danach auf, was gesagt wurde?

Es ist einfach nur schrecklich und die Übertragung einer so tollen Rennserie nicht würdig.

Kommentar von Matthias |

Muss dir hier recht geben. Die Übertragung im TV ist grottenschlecht. Die deutschen Komentatoren sind eine Zumutung. Das gesagte passt überhaupt nicht zum Renngeschehen. Die Lautstärken sind unpassend und vieles mehr. Schafft den Scheiß ab. kein Mensch braucht mehr dieses klassisches TV

Kommentar von Matthias |

Was ist eigentlich mit dem Live stream auf Youtube. Der wurde hier gsr nicht erwähnt. Der Stream auf Youtube war mal wieder gewohnt super ! Auch wenn ich dafür einmal nen VPN einrichten musste. Das ist es wert. Ich würde dafür auch bezahlen, wenn ich den Stream auf Youtube sehen könnte. Die Englischen Komentatoren sind Klasse. Find ich echt schade, das hier keine Zshlen zum Youtube Stream genannt werden.

Kommentar von Timo |

Wir sind ebenfalls große Fans des Worldfeeds auf YouTube! Leider haben wir dazu keine Zahlen, wir sind eine Nachrichtenseite und haben "nur" Eurosport und ZDF angefragt. Gruß, Timo

Kommentar von EffEll |

Hallo Timo,

die Aufrufe auf Youtube sind ja einsehbar. Allerdings wundere ich mich immer über die wenigen Aufrufe.
Auch ich schaue alle in D verfügbare Sessions dort. Leider aber ist die Quali und das Rennen gesperrt.
Auch ich muss mich wohl mal über VPN schlau machen. Eigentlich habe ich nichts gegen das klassische Fernsehen. Allerdings würde ich mir auch einen Dienst wie F1TV für die FE abonnieren, wenn es das gäbe. Eurosport macht wirklich keine gute Arbeit. Echt schade. Es hätte so viel Potential. Da würde ich auch ein paar Euro für ausgeben, wenn ich damit Eurosport umgehen könnte.

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