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Spitzenreiter Stoffel Vandoorne freut sich auf "noch interessanteres" Mexiko-Rennen

Am kommenden Samstag steht in der Formel E der "CBMM Niobium Mexico City E-Prix 2020" auf dem Programm. Für das neue Mercedes-Team geht es darum, weitere Erfahrungen und Punkte zu sammeln. Zudem will Stoffel Vandoorne seine Gesamtführung verteidigen. Die "Silberpfeile" gelten in Mexiko als Geheimfavorit.

Das Rennen im Autodromo Hermanos Rodriguez ist einer der wenigen E-Prix, der auf einer permanenten Rennstrecke ausgetragen wird. In diesem Jahr treten die Fahrer auf einem rund 25 Prozent längeren Kurs an. Mexiko ist mit einer Höhenlage von mehr als 2.000 Metern über dem Meeresspiegel der höchstgelegene Austragungsort der gesamten Saison und befindet sich bereits seit der zweiten Saison (2015/16) im Rennkalender der Formel E - ist also schon zum fünften Mal Austragungsort für die Elektrorennserie. Obwohl das Mercedes-Werksteam zum ersten Mal in Mexiko antritt, zählen die "Silberpfeile" zu den Siegkandidaten.

"Mexiko ist einer der schönsten Austragungsorte im Rennkalender", findet Stoffel Vandoorne, der als Gesamtführender der Meisterschaft nach Mittelamerika gereist ist. "Deshalb freue ich mich sehr, wieder dorthin zu reisen, ganz besonders mit der Führung in der Meisterschaft im Rücken." Besonders positiv bewertet der Belgier die Stimmung an der Strecke: "Die Fans sind wahnsinnig leidenschaftlich und kommen jedes Jahr in Scharen zum Rennen. Es ist immer etwas Besonderes, durch das Stadion zu fahren und die Atmosphäre zu spüren."

Vandoorne trat bereits im Vorjahr mit HWA in Mexiko an und kennt einen Großteil des Kurses. Trotzdem gibt es auch für ihn noch Unbekannte: "In dieser Saison erwartet uns im Vergleich zum Vorjahr ein veränderter Streckenverlauf mit mehr Überholmöglichkeiten. Ich glaube, dass das Rennen dadurch noch interessanter wird, besonders im Hinblick auf das Energiemanagement", prophezeit der Belgier. "Hoffentlich können wir erneut gute Arbeit abliefern und so viele Punkte wie möglich einfahren."

Nyck de Vries "Meisterschaft extrem hart umkämpft"

Sein Teamkollege Nyck de Vries verlor sein erstes Formel-E-Podium in Santiago erst nachträglich durch eine Strafe. In Mexiko zählt auch der amtierende Formel-2-Champion zu den Podiumskandidaten. "Seit Santiago sind schon wieder einige Wochen vergangen und ich bin gespannt darauf, in Mexiko wieder ins Auto zu steigen", sagt de Vries.

"Unsere Debütsaison ist bislang positiv verlaufen, aber uns ist klar, dass diese Meisterschaft extrem hart umkämpft ist und alle sehr eng zusammenliegen. Das gilt besonders im Qualifying, in dem wir erneut in den schwierigsten Gruppen antreten müssen", so der Niederländer weiter. "Gleichzeitig bin ich noch ein Rookie und lerne Schritt für Schritt weiter dazu. Deshalb ist es wichtig, sich nicht davon ablenken zu lassen und das Rennwochenende genauso anzugehen wie die ersten beiden seit dem Saisonstart."

Mercedes-Teamchef Ian James gibt die Top 10 als Ziel für seinen Rennstall aus: "Um erneut mit beiden Autos in die Punkteränge zu fahren, müssen wir uns so schnell wie möglich an die Strecke anpassen. Dabei müssen wir wie üblich alles kontrollieren, was in unserem Einflussbereich liegt", erklärt der Brite, weiß jedoch auch: "Der neue Streckenverlauf stellt für alle Teams eine neue Herausforderung dar. Dadurch erwarten wir ein sehr schnelles und enges Rennen. Wie immer wird dabei die richtige Strategie beim Energie-Management eine entscheidende Rolle spielen. Wir freuen uns alle auf das Rennwochenende in Mexiko-Stadt."

Foto: Shivraj Gohil / Spacesuit Media

von Timo Pape  

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