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Traktionskontrollen-Verbot in Formel E: FIA will in Saison 6 härter durchgreifen

Mit dem Start in die Formel-E-Saison 2019/20 wird die FIA auf technischer Seite härter gegen das Ausnutzen von Schlupflöchern in den Regularien der Elektroserie vorgehen. Im Fokus steht dabei vor allem der Einsatz von Fahrhilfen wie Traktionskontrollen, die per Reglement zwar schon seit 2014 verboten sind, insbesondere im vergangenen Jahr jedoch von fast allen Teams durch eine Lücke im Regelwerk umgangen werden konnte.

Fortan müssen die Hersteller, so berichtet das Fachportal 'e-racing365', einen genauen und deutlich engeren "Korridor" festlegen, in dem das Abrufen von Leistung über das Strompedal definiert ist. Konkret soll verhindert werden, dass das Fahrzeug über eine Software "nachkorrigiert", wenn ein Fahrer zu stark auf das Pedal drückt und somit Traktion verlieren würde.

"Es gibt einige Änderungen dabei, wie die FIA den Einsatz von bestimmten Teilen unserer Software überwacht. Einige Bereiche werden jetzt strenger kontrolliert", erklärt BMW-Teamchef Roger Griffiths. "Einige der Freiheiten, die viele Hersteller in der letzten Saison ausgenutzt haben, werden jetzt der Vergangenheit angehören."

Nachdem die FIA bereits bei den Vorsaison-Testfahrten in Valencia jene Strompedal-Korridore stärker überwachte, bleibt den Teams nun noch bis zum Ende des Monats Zeit, um die neuen Software-Konfigurationen zu finalisieren. Anschließend werden die Einstellungen eingefroren und homologiert, sodass im Verlauf der Saison keine Änderungen an diesem Teil der Software mehr vorgenommen werden können. Besonders streng soll dabei auf den Zusammenhang zwischen der Position des Strompedals, dem Abrufen von Energie aus der Batterie und der Abgabe von Leistung durch den Motor überwacht werden.

Neue Antennen für Datenübermittlung

Die Grundlage dafür schafft Artikel 3.1 des Technischen Regelwerks, der den Teams eine "Strompedal-Einstellung" vorschreibt, die den "Leistungsabruf aus der Batterie (Pedal, Drehzahl) für jedes Leistungslevel innerhalb einer 16x16-Matrix-Tabelle" definiert.

Möglich wird die härtere Durchsetzung der Regel durch Live-Telemetriedaten, die die FIA mit einem neuen Transponder auf der Fahrzeugnase erhält. "Wir haben die Telemetrie aber nur für uns, davon gelangt nichts an die Teams", beruhigt FIA-Rundstrecken-Direktor Frederic Bertrand. "Wir wollen die Menge an Informationen, die die Teams erhalten, gering halten. Sonst würden die Hersteller durchdrehen. Wir möchten, dass die Teams weiterhin so wenig Live-Informationen wie möglich über die Autos erhalten."

Bis Mitte der nächsten Woche werden die meisten Hersteller ihre verbleibenden Privat-Testtage nutzen, um die Eingrenzung ihrer neuen Strompedal-Korridore abzuschließen. Anschließend werden die Fahrzeuge nach Saudi-Arabien verschifft, wo am 22./23. November in Diriyya der Auftakt in die Formel-E-Saison 2019/20 ansteht.

Foto: Shivraj Gohil / Spacesuit Media

von Tobias Bluhm 

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Kommentar von Helmut |

Wieso so kompliziert? Das könnte doch genauso wie in der F1 geregelt werden: einfach eine lineare Kennlinie vorschreiben, wo der Gaspedalstellung genau ein Poweroutput gegenüber steht.

Was sol der ganze Mumpitz mit einem Korridor, der dann wieder nur unnötige Spielräume bietet und dann wieder zu Unsicherheiten führt

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