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Venturi: Gelungenes Formel-E-Debüt für Tom Dillmann vor 46.000 Heimfans

Das sechste Rennen der dritten Formel-E-Saison fand am vergangenen Samstag im Herzen von Paris rund um den Invalidendom statt. Dieser befindet sich im siebten Arrondissement - unweit vom Eiffelturm entfernt - und ist das Wahrzeichen des 1,92 Kilometer kurzen Kurses.

Der Renntag begann für Lokalmatador Stephane Sarrazin - mit zwei Starts in Paris der Routinier im Team - mit technischen Problemen im Qualifying. Ein Motorenwechsel nach einem Shutdown in der Qualifikationsrunde brachte ihm als Bestrafung den letzten Startplatz sowie weitere 10-Sekunden-Zeitstrafe ein. Keine gute Ausgangssituation für den Franzosen.

Tom Dillmann, der als Reservefahrer des Teams den verhinderten Maro Engel (DTM) ersetzte, fuhr als Formel-E-Rookie in der Qualifikation auf Rang 15, nur 0,4 Sekunden hinter Sebastian Buemi auf der Pole-Position. "Ich hatte einen zu konservativen Start in meine Qualifyingrunde und habe wertvolle Zeit im ersten Sektor liegen lassen. Ich denke aber, dass ich für das Rennen gut vorbereitet bin", gab sich Dillmann vor dem Rennen zuversichtlich.

Das Rennen selbst sollte turbulent werden. Nach einem guten Start von Dillmann, der sich in der ersten Kurve gleich am Meisterschaftszweiten Lucas di Grassi vorbeidrücken konnte, hielt er sich bis zur ersten der zwei Safety-Car-Phasen auf Position zwölf. Auch Sarrazin hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich nach vorne gearbeitet.

Nach einem Gerangel zwischen di Grassi und Antonio Felix Costa, landete letzterer in einer Mauer. Somit waren, wie zuletzt bereits im Monaco-Rennen, alle geplanten Strategien wertlos, da fast alle Teams diese erste Gelbphase zum obligatorischen Autotausch nutzten.

Zwischenzeitlich lagen Dillmann und Sarrazin auf den Rängen zehn und zwölf. Aber es sollte noch besser für die beiden Venturi-Piloten kommen. Durch einen weiteren Abbruch, hervorgerufen durch Jean-Eric Vergne, und eine Bestrafung gegen di Grassi konnte das Team am Ende mit den Plätzen acht für Tom Dillmann und zehn für Stephane Sarrazin punkten. Damit brachte Venturi zum zweiten Mal in dieser Saison seine beiden Fahrer gleichzeitig in die Top 10.

Teammanagerin Delphine Biscaye ist zufrieden mit dem Ergebnis: "Es war nicht einfach. Durch den Defekt an Stephanes Auto im Qualifying hatte das Team eine Menge Arbeit zu leisten, um den Tausch des Motors bis zum Rennbeginn hinzubekommen. Aber Stephane hat uns mit seiner sensationellen Aufholjagd belohnt, und Tom hat heute bewiesen, dass wir auf den richtigen Reservefahrer gesetzt haben."

Die nächste Veranstaltung findet am 10. und 11. Juni in Berlin Tempelhof statt. Es ist das erste Doppelrennen der Saison. An diesem Wochenende starten dann wieder die beiden Venturi-Stammfahrer Maro Engel und Stephane Sarrazin für das Formel-E-Team aus Monaco.

von Timo Pape 

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