Vergne-Smile-Monaco

Vergne & Lotterer mit Doppel-Führung in Formel E: "An unserer Freundschaft verändert sich nichts"

Nach seinem Sieg beim Monaco E-Prix hat Jean-Eric Vergne die Führung in der Fahrerwertung der Formel E übernommen. Der Franzose setzte sich im Fürstentum gegen Oliver Rowland (Nissan) und Felipe Massa (Venturi) durch, die hinter dem DS-Mann das Podium komplettierten. Vergne nimmt damit 25 wichtige Punkte aus Monaco mit, wenngleich seine Führung an der Spitze der Meisterschaft gerade einmal einen Punkt vor seinem Teamkollegen Andre Lotterer beträgt. Es ist die erste "Doppel-Führung" zweier Teamkollegen in der Geschichte der Formel E.

"Hier zu gewinnen, ist unglaublich. Ich bin wirklich sehr, sehr glücklich", freut sich Vergne nach dem E-Prix. "Das Rennen hatte ich voll und ganz in meiner Kontrolle: Wann auch immer ich pushen wollte, habe ich die Lücke zu Oliver (Rowland) vergrößert. Am Ende wurde es zwar noch einmal eng, aber ich wusste immer, was ich zu tun habe, um ihn hinter mir zu halten. Das Team hat sich sicherlich Sorgen gemacht, aber aus meiner Fahrerperspektive war alles unter Kontrolle."

In der Qualifikation profitierte Vergne von einer Strafversetzung gegen Rowland, der im Zeitfahren die schnellste Runde setzen konnte. Vergne rückte somit auf Startrang 1 vor, den er im Verlauf der 51 Runden von Monaco verteidigen konnte. Nach seinem Start-Ziel-Sieg ließ er sich auf dem Podest feiern und bekam von Fürst Albert II. die Siegertrophäe überreicht.

An die Meisterschaft denkt Vergne dennoch noch nicht: "Solange ich bis New York im Spiel bleiben kann, bin ich glücklich. Es kann in der Formel E so viel passieren, da wäre es falsch, jetzt schon an den Titel denken. Es fühlt sich gut an, aber wir müssen weiter hart arbeiten."

Trotz Meisterschaftskampf gegen Lotterer: "Nichts kann zwischen uns kommen"

Ausgerechnet Andre Lotterer, einer der inzwischen auch abseits der Strecke besten Freunde von Vergne, ist nun sein ärgster Konkurrent im Titelkampf der Formel E. "Selbstverständlich gibt es aber keinen Grund, jetzt irgendetwas zu verändern", so der Franzose über seinen Partner. "Zwischen uns kann nichts kommen, an der Freundschaft wird sich nichts verändern. Es gibt eine Menge Respekt zwischen uns beiden und das ist alles, was zählt."

"In der Formel E ändern sich die Dinge sehr schnell", so Vergne, "man weiß natürlich nie, was passiert. Aber dass wir nun so eng beieinander liegen, ändert nichts."

Auch das DS-Techeetah-Team hält sich nach dem Monaco-Rennsieg komfortabel an der Spitze der Teamwertung. Der chinesische Rennstall mit französischen Motoren reist mit einem Polster von 38 Punkten vor Envision Virgin Racing nach Berlin. Dort findet am 24./25. Mai der zehnte Lauf der Formel-E-Saison 2018/19 statt.

Foto: Lou Johnson / Spacesuit Media

von Tobias Bluhm 

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