Was ist der FANBOOST?

Fans der Formel E haben die Möglichkeit, für ihren Lieblingsfahrer abzustimmen, um ihm einen tatsächlichen Vorteil im Rennen zu bescheren. Der FANBOOST steht nach einer sechstägigen Online-Abstimmung den fünf Piloten mit den meisten Stimmen zur Verfügung. Die Gewinner dürfen in der zweiten Rennhälfte (nach 22 Minuten) zusätzliche 100 kJ Energie freischalten, die einmalig in einem Leistungsfenster zwischen 240 und 250 kW beliebig eingesetzt werden können.

Die fünf Gewinner können somit selbst entscheiden, ob sie einen kurzen aber kraftvollen Energieschub einsetzen oder auf einen längeren Spurt mit weniger Power setzen. Der FANBOOST kann seit Beginn der Saison 2018/19 nur noch im Attack-Mode (225 kW) eingesetzt werden. Angezeigt wird die Aktivierung durch violett-aufleuchtende LEDs am neuen Halo-System über dem Cockpit.

Wie wird abgestimmt?

Fans haben unterschiedliche Möglichkeiten, für ihren Favoriten abzustimmen. Die Formel E bietet sowohl ihre zentrale FANBOOST-Website als auch die offizielle App fürs Smartphone (iOS oder Android) zum Voting an. Außerdem können Fans über den Kurznachrichtendienst Twitter via Hashtag abstimmen. Jeder Nutzer darf pro Möglichkeit einmal am Tag via Hashtag abstimmen.

In welchem Zeitraum können Fans abstimmen?

Das Voting wird sechs Tage vor einem E-Prix jeweils am Montag freigeschaltet. Nachdem die Abstimmungsergebnisse in Saison 1 noch 20 Minuten vor Rennstart verkündet wurden, haben Fans seit dem zweiten Jahr auch noch während der ersten sechs Minuten eines Rennens die Chance abzustimmen. Anschließend schließt die Formel E das Voting und verkündet die Ergebnisse live im Rennen.

Ist das Voting vor Manipulation sicher?

Die Formel E arbeitet mit PricewaterhouseCoopers zusammen, um eine sichere Stimmabgabe sowie -auszählung zu gewährleisten. Trotzdem gibt es immer wieder fragwürdige Ergebnisse. Wie eine Auswertung des Quellcodes der FANBOOST-Website ergab, wurden die Abstimmungsergebnisse beim London ePrix 2016 offenbar stark durch Bots manipuliert - höchstwahrscheinlich nicht der einzige Manipulationsfall. Immer wieder beschweren sich Fahrer öffentlich über die fehlende Transparenz bei der Abstimmung. Die Formel E hält trotz alledem nach wie vor am FANBOOST-System fest.