Roborace - die Rahmenserie der Formel E

Ab Mitte der dritten Saison (Ende 2016 oder Anfang 2017) bekommt die Formel E eine globale Support-Serie: Roborace. Dabei handelt es sich um die erste autonom fahrende Rennserie der Geschichte. Roborace kommt ohne Fahrer aus und wird in das Rahmenprogramm der Formel E integriert. Hinter dem Konzept steht die britische Firma Kinetik.

Der Fokus von Roborace liegt auf dem autonomen Fahren, das in den kommenden Jahren auch in der Automobilbranche eine übergeordnete Rolle einnehmen wird. Roborace soll vor jedem Formel-E-Rennen stattfinden und auf denselben Stadtkursen ausgetragen werden. Die Renndauer soll rund eine Stunde betragen.

Analog zur Formel E sollen insgesamt zehn Teams mit je zwei Fahrzeugen antreten. Alle 20 Roboter werden über die gleiche Hardware verfügen. Der Wettbewerb entsteht somit allein durch computerbasierte Echtzeit-Algorithmen und die daraus resultierende künstliche Intelligenz.

Alle Fahrzeuge werden mit einer bereits von Kinetik entwickelten Basissoftware ausgestattet, auf deren Grundlage die Teams aufbauen sollen. Die menschlichen Stars hinter Roborace werden die Entwickler sein.

 

Aussehen der Fahrzeuge

Das optische Konzept der Rennroboter stammt aus der Feder von Daniel Simon, dem Chef-Konzeptdesigner von Roborace. Simon, der 1975 in Stralsund geboren wurde, zeichnete unter anderem für die futuristischen Fahrzeuge der Hollywood-Blockbuster Tron: Legacy und Oblivion verantwortlich. Das Einheitsfahrzeug verfügt über erheblichen Anpressdruck. Gleichzeitig verzichteten die Entwickler auf zusätzliche Luftleitbleche, die den Look der Rennmaschine beeinträchtigt hätten. Die Sensoren, die das Auto zum autonomen Fahren benötigt, sitzen unauffällig verarbeitet in der Karosserie.

 

Roborace Car

Geschwindigkeit

Die Rennmaschinen von Roborace sollen durch ihre Elektromotoren sehr schnell beschleunigen und hohe Endgeschwindigkeiten erreichen. Allerdings wird die stetige Weiterentwicklung der komplexen Technologie Zeit brauchen, sodass Roborace im ersten Rennen aller Voraussicht nach noch nicht so schnell wie die Formel E (max. 225 km/h) sein wird. Später sollen allerdings Geschwindigkeiten von mehr als 300 km/h möglich sein.

Teams

Bislang haben sich noch keine Teams für die Meisterschaft eingeschrieben. Vorstellbare Kandidaten wären Unternehmen wie Google, Uber, Continental, Bosh oder die klassischen Automobilhersteller, die sich mit autonomen Fahrsystemen beschäftigen.

Mindestens eines der zehn Roborace-Teams soll in jedem Fall als Crowd Sourced Community organisiert sein und somit kreativen Entwicklern aus aller Welt offenstehen. Prinzipiell stellen sie sich der gleichen Aufgabe wie die Unternehmen: Sie sollen eigene Algorithmen entwickeln, die die Roboter schnell und sicher um die Strecke führen.